Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 1014

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| Schätzpreis | 1.250 € |
| Startpreis | 1.000 € |
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AV-Solidus, 735/741, Syrakus; 3,95 g. Beiderseits Büste v. v. mit Krone, Kreuzglobus und Akakia. d'Andrea/Costantini/Torno Ginnasi 759; DOC 45; Sear 1524. Knapper Schrötling, min. Auflagen, fast vorzüglich
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 306, München 2015, Nr. 2404.
Lange Zeit dominierte in der Forschung auf Basis der byzantinischen Schriftquelle der Chronographia des Theophanes die Ansicht von bürgerkriegsartigen Zuständen in Byzanz zur Zeit des Bilderstreits, verursacht durch die massiven Verfolgungen unter den ikonoklastischen Kaisern Leo III. und seinem Sohn Constantinus V. Wahrscheinlich ist die Zeit im 8. Jahrhundert bis zum 7. Ökumenischen Konzil im Jahr 787 allerdings als eine Phase des Aufschwungs und der Stabilität in Byzanz anzusehen. Die angebliche Übernahme der päpstlichen Patrimonien in Sizilien (Patrimonium Petri) im Jahr 730/731 wegen der Verfolgungen der Ikonodulen basiert wahrscheinlich auf einem Irrtum des Chronisten. Vor allem der Gesandtenverkehr aus der Mitte des 8. Jahrhunderts spricht für eine einvernehmliche Übertragung der Patrimonien an Byzanz. Dazu: Brandes, W., Byzantinischer Bilderstreit, das Papsttum und die Pippinsche Schenkung. Neue Forschungen zum Ost-West-Verhältnis im 8. Jahrhundert, in: Falko Daim u. a. (Hgg.), Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen, Mainz 2018, S. 63-80.