Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 997

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| Schätzpreis | 1.500 € |
| Startpreis | 1.200 € |
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AV-Solidus, Constantinopolis, 3. Offizin; 4,31 g. Büste v. v. mit Krone, Akakia und Kreuzglobus//Kreuz auf drei Stufen. DOC 2 (ohne diese Offizin); Sear 1331 (ohne diese Offizin). Variante von allergrößter Seltenheit. Min. beschnitten, kl. Graffiti, sonst gutes vorzüglich
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 323, München 2016, Nr. 2678 und der Auktion Hirsch Nachf. 328, München 2017, Nr. 788.
Der Isaurier Leontius hatte unter seinen Vorgängern eine glänzende militärische Karriere gemacht und insbesondere die Araber mehrfach geschlagen. 692 machte jedoch Iustinianus II. Leontius für die Niederlage bei Sebastopolis verantwortlich und ließ ihn einkerkern. In den folgenden Jahren verschlechterte sich die militärische Lage des Reiches, und 695 wurde Leontius befreit und zum Strategos von Hellas ernannt. Er organisierte mit großer Unterstützung eine Rebellion gegen Iustinianus II. und setzte ihn ab. Nachdem die Araber 697 Karthago einnehmen konnten und die mit der Rückeroberung betrauten Truppen erfolglos blieben, kam es zu einer Revolte, die 698 zur Absetzung des Leontius führte.