Auktion 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
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Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Theodosius II., 408-450.

AV-Solidus, 425/429, Constantinopolis; 4,46 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Zwei Kaiser thronen v. v., jeder mit Nimbus, Mappa und Zepter, oben Stern. RIC 237. R Stempelglanz

Erworben von den 1960er bis in die späten 1990er Jahre und Exemplar der Sammlung eines Münchner Arztes, Auktion Giessener Münzhandlung 253, München 2018, Nr. 881.

Das Stück zeigt Theodosius II. und Valentinian III. gemeinsam thronend. Ab 402 regierte Theodosius II. im Alter von nur einem Jahr nominell als Mitkaiser seines Vaters Arcadius das oströmische Reich. Weil er auch bei der Übernahme der Alleinherrschaft im Jahr 408 noch sehr jung war, soll sein Vater laut dem Historiographen Prokop den Perserkönig Yazdegerd I. mit dem Schutz des Thronfolgers und dessen Reichsteil beauftragt haben. Die Regierungsgeschäfte wurden dabei weitestgehend von dem Reichspräfekten Flavius Anthemius übernommen. Bis 425 wurde die westliche Reichshälfte von Theodosius' II. Onkel Honorius und im Anschluss von seinem Vetter Valentinian III. regiert. Letzterer wurde mit Licinia Eudoxia, der Tochter des Theodosius II., verheiratet. Dazu: Demandt, A., Die Spätantike. Römische Geschichte von Diocletian bis Justinian. 284–565 n. Chr., München 2007, bes. S. 195-204.