Auktion 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
Startet in 1 Monat(en) 8 Tag(en)

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 1.500 €
Startpreis 1.200 €

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Julianus II. Apostata, 360-363.

AV-Solidus, 361/363, Nicomedia, 10. Offizin; 4,37 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Soldat mit Trophäe r. legt Hand auf Gefangenen. RIC 115. RR Porträt von feinem Stil, winz. Kratzer auf dem Avers, gutes sehr schön/vorzüglich

Exemplar der Auktion Lanz 58, München 1991, Nr. 919 und der Auktion Lanz 66, München 1993, Nr. 949.

Der Revers mit der kriegerischen Darstellung eines Soldaten und der Umschrift, die die Virtus des römischen Heeres feiert, ist angesichts der Umstände der Zeit verständlich. Unter Constantius II. waren die Sasaniden in römisches Territorium eingefallen und hatten einige Städte und Festungen erobert. Constantius II. befahl seinem Caesar Julian, Truppen in den Osten zu verlegen. Diese Truppen rebellierten, da ihnen zuvor versprochen worden war, für die Verteidigung ihrer näheren Heimat eingesetzt zu werden. Julian wurde von den Truppen zum Augustus erhoben. Nach dem Tode des Constantius II. sah sich Julian als Alleinherrscher mit dem Problem der sasanidischen Bedrohung konfrontiert. Als Caesar hatte Julian erfolgreich für Ruhe an den Grenzen im Westen gesorgt; Äußerungen des Kaisers lassen aber darauf schließen, daß er die Völkerwanderung und damit größere Probleme im Westen des Reiches kommen sah. Er nutzte also die für die nähere Zukunft sichere Lage im Westen, um des Problems im Osten Herr zu werden und plante seinen Perserfeldzug.