Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 559

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| Schätzpreis | 8.000 € |
| Startpreis | 6.400 € |
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Æ-Spintria, 22/37, Rom; 5,71 g. Erotische Szene: Frau r. kniet auf l. lagerndem Mann//In Kranz: XIII. Buttrey S. 60, Szene 12/XIII (Avers stempelgleich); Simonetta/Riva Scena 14/- (Avers stempelgleich). Von allergrößter Seltenheit, besonders in dieser Erhaltung. Sandige Auflagen auf grüner Patina, min. korrodiert, herrlich zentriert, vorzüglich
Exemplar der Auktion Münzen und Medaillen AG 79, Basel 1994, Nr. 642.
Die Bezeichnung "Spintria" für diese Stücke beruht auf Sueton, Tiberius 43: "In seiner Abgeschiedenheit auf Capri aber kam ihm der Gedanke, ein Sesselzimmer, Ort für geheime Ausschweifungen einzurichten. Von überallher hat man ihm ganze Scharen von Mädchen und Lustknaben sowie Erfinder widernatürlicher Beischlafmethoden, die er spintriae nannte, dorthin geschafft; diese sollten, in Dreierreihe miteinander verbunden, so, daß er es genau sehen konnte, miteinander Unzucht treiben, damit durchs Zusehen seine nachlassenden sexuellen Gelüste wieder angestachelt würden. Die Schlafzimmer, die über viele Orte verteilt waren, stattete er mit Gemälden und Standbildchen mit Szenen voller Wollust aus und legte zur Information die Bücher der Elephantis aus, damit niemandem bei den sexuellen Praktiken ein Muster für die befohlene Stellung fehle."