Auktion 438 - Teil 2 (Lose 301 - 775)
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Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

RÖMISCHE MÜNZEN IMPERATORISCHE PRÄGUNGEN

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Schätzpreis 1.250 €
Startpreis 1.000 €

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Marcus Antonius, † 30 v. Chr. und Octavianus.

AR-Denar, 41 v. Chr., Ephesus, M. Barbatius Pollio; 4,09 g. Beiderseits Kopf r. Bab. 51; BMC 100; Crawf. 517/2; Sear 243; Syd. 1181. Selten in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. Herrliche Patina, gutes vorzüglich

Exemplar der Liste Münzen und Medaillen AG 577, Basel 1994, Nr. 39; der Auktion Tkalec, Zürich 24. Oktober 2003, Nr. 209; der Auktion Rauch 99, Wien 2015, Nr. 103 und der Sammlung eines Connaisseurs, Auktion Fritz Rudolf Künker 365, Osnabrück 2022, Nr. 5200.

Der Münzmeister trägt den ungewöhnlichen Titel Q P (quaestor pro praetore). Die Münze nennt nicht das Cognomen des Münzmeisters, daher wurde lange irrtümlich angenommen, es handele sich um M. Barbatius Philippus, der als Sklave widerrechtlich das Prätorenamt erlangt hatte und durch Sturz vom Tarpejischen Felsen hingerichtet wurde. Siehe zu M. Barbatius Philippus Knütel, R., Barbatius Philippus und seine Spuren (Falsus praetor, parochus putativus, Scheinbeamter), in: Schwab, D. u. a. (Hgg.), Staat, Kirche, Wissenschaft in einer pluralistischen Gesellschaft, Berlin 1989, S. 345–365.
Der Quaestor konnte zwischenzeitlich als M. Barbatius Pollio identifiziert werden, der nach seiner Rückkehr nach Italien und dem Ausbruch des Perusinischen Krieges berichtete. Marcus Antonius lehne den Krieg seiner Verbündeten gegen Octavianus ab, siehe App. civ. 5, 31, 120.