Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 493

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| Schätzpreis | 600 € |
| Startpreis | 480 € |
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AR-Denar, 55 v. Chr., Rom, P. Licinius Crassus M. f.; 4,14 g. Drapierte Büste der Venus r. mit Lorbeerkranz und Diadem//Figur steht l. mit Speer und hält Pferd am Zügel, zu ihren Füßen Panzer und Schild. Bab. 18; BMC 3901; Crawf. 430/1; Syd. 929. Min. Prägeschwäche, gutes vorzüglich
Exemplar der Sammlung Dr. Nicholas Lowe, Auktion Roma Numismatics XVIII, London 2019, Nr. 922.
P. Licinius Crassus ist der jüngere Sohn des Triumvirn Marcus Licinius Crassus. Im Jahre 55 v. Chr. waren Crassus und Pompeius Konsuln.
Wir nehmen wie Hollstein an, dass die Rückseite darstellt, wie sich Tigranes I. (in armenischer Kleidung samt Tiara) kampflos dem Pompeius unterwirft, in dem er von seinem Pferd absteigt und kurz darauf vor diesem auf die Knie fällt. Möglicherweise beobachtete P. Crassus diese Szene persönlich und hielt sie später, aus noch unerklärten Gründen, als Münzmeister dieser Prägung fest. Siehe Hollstein, W., Die stadtrömische Münzprägung der Jahre 78-50 v. Chr. zwischen politischer Aktualität und Familienthematik, München 1993, S. 323 ff.