Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 488

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| Schätzpreis | 400 € |
| Startpreis | 320 € |
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AR-Denar, 57 v. Chr., Rom, M. Plaetorius Cestianus; 3,84 g. Drapierte Büste der Fortuna r., dahinter Mondsichel//Büste eines Mädchens v. v. mit einem Tablett mit der Aufschrift SORS. Bab. 10; BMC vergl. 3525; Crawf. 405/2; Syd. 801. RR In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung AU, Strike: 3/5, Surface: 2/5, brushed (4934092-008). Winz. Kratzer, feiner Stil, leichte Prägeschwäche, vorzüglich
Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 262, Osnabrück 2015, Nr. 7669.
Zur Datierung siehe Hersh/Walker, The Mesagne Hoard, in: ANSMN 29 (1984), S. 133. Der Revers bezieht sich auf das Orakel der Fortuna in Praeneste. Es handelte sich um ein Losorakel. Es wurde orakelt, indem ein Kind die Lostäfelchen (Sors) mischte und eines zog, das dann von einem Priester interpretiert wurde. Cicero wetterte in De divinatione 2, 85 gegen die Losorakel und versuchte sie als Trug und Täuschung zu erweisen. Der Münzmeister wählte die Szene aus Praeneste, da seine Familie von dort stammte. Hollstein lehnt (mit Verweis auf CIL XIV 2862; 2868) die Übersetzung von puer in Ciceros Text als Knabe ab und erkennt in dem hier dargestellten Kind ein Mädchen. Siehe Hollstein, W., Die stadtrömische Münzprägung der Jahre 78-50 v. Chr. zwischen politischer Aktualität und Familienthematik, München 1993, S. 144 mit Anm. 13.
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