Auktion 438 - Teil 2 (Lose 301 - 775)
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Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN REPUBLIK

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Schätzpreis 150 €
Startpreis 120 €

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AR-Denar, 59 v. Chr., Rom, L. Roscius Fabatus; 3,75 g. Kopf der Juno Sospita r. im Ziegenfell, dahinter Waage (?)//Mädchen steht r., davor Schlange, dahinter drei Wendemarken. Bab. 1 (Symbol 20); BMC -; Crawf. 412/1; Syd. 915. Von allergrößter Seltenheit. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung AU, Strike: 5/5, Surface: 2/5, marks (4934010-015). Kl. Kratzer auf dem Avers, sonst vorzüglich +

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar der Auktion NAC E, Zürich 1995, Nr. 2673 und der Sammlung Goodman, Auktion CNG 43, Lancaster 1997, Nr. 1695.

Der Münzmeister stammte aus Lavinum und beschreibt auf seinem Denartyp, übrigens dem letzten Serratus der römisch-republikanischen Münzprägung, eine lavinische Tradition: Anlässlich des jährlich wiederkehrenden Festes der Juno Sospita in Lanuvium musste eine Jungfrau die im Keller des Tempels lebende Schlange füttern. Wenn das Mädchen keusch war, blieb es dabei unversehrt, ansonsten wurde es von der Schlange getötet. Siehe Hollstein, W., Die stadtrömische Münzprägung der Jahre 78-50 v. Chr. zwischen politischer Aktualität und Familienthematik, München 1993, S. 187 ff.
Zur Datierung siehe Hersh/Walker, The Mesagne Hoard, in: ANSMN 29 (1984), T. 2.


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