Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 318

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| Schätzpreis | 200 € |
| Startpreis | 160 € |
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AR-Drachme, 180/140 v. Chr., Magistrat Theodoros; 4,45 g. Sarapiskopf r. mit Lorbeerkranz und Atef//Kopfschmuck der Isis, unten Blitz. Historia Numorum Online 736 (temporary number); SNG Keckman 236; SNRIS -; Zabel/Meadows, The 'Myndos' 1996 Hoard (CH 9.522) Gruppe A, 80. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung AU, Strike: 4/5, Surface: 4/5 (4934000-001). Sehr attraktives Exemplar mit feiner Tönung, kl. Schrötlingsriß, fast vorzüglich/vorzüglich
Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".
Exemplar der Auktion Peus Nachf. 328, Frankfurt am Main 1990, Nr. 207 und der Sammlung Kleinkunst, Auktion Leu Numismatik AG 6, Winterthur 2020, Nr. 210.
Sarapis auf dem Avers und der Kopfschmuck der Isis auf dem Revers dieser Münze sind stellvertretend für die Entwicklung der Popularität ägyptischen Götterglaubens im Hellenismus. Prägten in der Mittelmeerregion im 3. Jahrhundert v. Chr. lediglich fünf Poleis Münzen mit einem Bezug zur gens Isiaca, waren es im 2. Jahrhundert bereits 22 Städte. Gemeinsam ist diesen Städten - so auch Myndos -, dass sie durch ihre Küstenlage und einen Hafen steten Kontakt mit Händlern des gesamten Mittelmeerraumes hatten. Im speziellen Fall von Myndos kommt hinzu, dass die Stadt zwischen 280 und 195 v. Chr. unter ptolemäischer Herrschaft stand. So war es den ägyptischen Kulten und der anhängigen Götterverehrung möglich, über Ägypten hinaus Fuß zu fassen. Erst in der Kaiserzeit vollzog sich dann eine umfassende zweite Verbreitungswelle, die die Kulte bis ins Landesinnere Kleinasiens vorstoßen ließ. Siehe hierzu Bricault, L., The Gens Isiaca in Graeco-Roman Coinage, NC 175 (2015), S. 83-102.
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