Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 267

Bieten
| Schätzpreis | 2.000 € |
| Startpreis | 1.600 € |
Vorgebote können bis zum Start der Auktion auf kuenker.de mit Ihrem myKünker Account abgegeben werden.
AR-Stater, 335/330 v. Chr.; 12,24 g. Chimäre l., darunter ΣΕ, darüber Kranz//In Kranz: Taube fliegt l., davor I. BMC 56; Hoover 201; Slg. BCD 219. Feine Tönung, vorzüglich
Exemplar der Auktion Bank Leu 48, Zürich 1989, Nr. 198; der Auktion Hess-Divo 307, Zürich 2007, Nr. 1178 und der Sammlung eines Ingenieurs, Auktion Fritz Rudolf Künker 351, Osnabrück 2021, Nr. 172.
Sikyon war bei der Einführung der Statere mit Chimäre und Taube im 5. Jahrhundert eine reiche Stadt mit fruchtbaren Ebenen, auf denen Wein und Oliven, aber auch die namensgebenden Gurken angebaut wurden. Die Chimäre war ein feuerspuckendes Wesen, bestehend aus einem Löwen mit Ziegenkopf auf dem Rücken und einem Schlangenschweif. Sie war ein Nachkomme der Schlangenmischwesen Typhon und Eichidna. Ihre Geschwister waren Cerberus, die lernäische Hydra und die thebanische Sphinx. Die Chimäre wurde wahrscheinlich gewählt, weil sich der Mythos von Bellerophon in der Nähe der Stadt abgespielt haben soll: Der Held zähmte hier das geflügelte Pferd Pegasos, um mit ihm in die Kampf gegen die Chimäre zu ziehen. Einer anderen Herleitung nach könnte sich das Symboltier auf den alten Namen Sikyons, Aigieia, beziehen. Der Name leitet sich vom griechischen Aix für Ziege ab, einem der drei Köpfe der Chimäre. Die Taube auf den Münzrückseiten ist Symboltier der Aphrodite, einer der Hauptgottheiten Sikyons. Voegtli, H., Sikyon und seine Chimaira, 27. September: https://neu.muenzenwoche.de/antike/sikyon-und-seine-chimaira/ (zuletzt aufgerufen am 24. November 2025).