Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 92

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| Schätzpreis | 1.250 € |
| Startpreis | 1.000 € |
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AV-1/24 Stater, 3./2. Jahrhundert v. Chr.; 0,31 g. Kopf r.//Androkephales Pferd l., zurückblickend, auf der Kruppe ein vogelartiges Wesen, unten Vogel. Kellner Typ Manching B; Slg. Flesche 349; Steffgen/Ziegaus 32. Von großer Seltenheit. Winz. Schürfspur, sehr schön +
Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im Januar 2022.
Da das androkephale Pferd auf dem Revers an Vorder- und Hinterläufen gleichermaßen Krallen statt Hufen aufweist, wurde die Ansprache als Fabelwesen statt als Pferd diskutiert. Die Struktur oberhalb des Pferdes wurde ebenfalls unterschiedlich gedeutet, von Overbeck beispielsweise als Rest eines nach oben gerichteten Schweifs, bei Zieghaus zur Sammlung Flesche als Verprägung bedingt durch einen korrodierten Stempel und durch Steffgen/Zieghaus als weiteres Bildmotiv, möglicherweise ein Menschenkopf. Steffgen, U./Ziegaus, B., Untersuchungen zum Beginn der keltischen Goldprägung in Süddeutschland, JNG 44 (1994), S. 9-34.