Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 47

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| Schätzpreis | 1.500 € |
| Startpreis | 1.200 € |
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AV-Stater, 2./1. Jahrhundert v. Chr.; 6,84 g. Kopf r. von Perlschnüren umgeben, oben X//Androkephales Pferd l. mit Reiter, darunter liegender Mensch. Delestrée/Tache 2204. Von größter Seltenheit. Kl. Schrötlingsriß, sehr schön
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Auktion Kricheldorf Nachf. 34, Stuttgart 1980, Nr. 10; der Auktion Lanz 76, München 1996, Nr. 30; der Auktion Peus Nachf. 357, Frankfurt am Main 1998, Nr. 23 und der Auktion Münz Zentrum 104, Köln 2000, Nr. 84.
Die Prägungen der Osismii fallen durch die charakteristischen Köpfe an Perlenketten auf, die das Porträt auf dem Avers umgeben. In der Forschung wird die Deutung als Darstellung des Kopfkultes diskutiert. Die Kelten schlugen ihren Feinden die Köpfe ab und banden sie um den Hals ihrer Pferde oder spießten sie auf Lanzen auf. Abweichend könnte es sich auch um die gallische Gottheit Ogmios handeln, deren Begleiter mit Ketten an seinem Mund befestigt waren. Hooker, J., Celtic Improvisations: An Art Hictorical Analysis of Coriosolite Coins, in: BAR 1092, 2002: https://doi.org/10.30861/9781841714707 (zuletzt aufgerufen am 3. Juli 2025); vgl. zu den Prägungen der Osismii auch Abollivier, P., Le monnayage des Osismii, Saint-Germain-en-Laye 2008.