Auktion 437
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Brandenburg-Preußen

Ausgewählte Münzen und Medaillen der deutschen Staaten und des Habsburgerreiches

Numismatische Raritäten aus aller Welt

Eine Auswahl seltener Orden und Ehrenzeichen

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN WÜRZBURG

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Schätzpreis 6.000 €
Startpreis 4.800 €

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Ferdinand von Österreich, 1806-1814.

Goldgulden 1812. Neujahrsgoldgulden. 3,21 g. Divo/S. 238; Fb. 3742; Schl. 931.
GOLD. Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Kabinettstück.
Erstabschlag, fast Stempelglanz (Prooflike)

Das Territorium des Bistums Würzburg fiel im Zuge der Säkularisation 1803 an das Kurfürstentum Bayern. Als der Habsburger Ferdinand, der zweite Sohn Kaiser Leopolds II., der durch den Frieden von Lunéville sein Großherzogtum Toskana verloren und als Entschädigung das neugeschaffene Kurfürstentum Salzburg erhalten hatte, 1805 sein neues Land wiederum an Österreich abgeben mußte, wurde ihm Würzburg übertragen. Würzburg wurde zum Großherzogtum erhoben, und Ferdinand regierte bis 1814, als ihm das Großherzogtum Toskana wieder zugesprochen wurde. Der Großherzog kehrte nach Florenz zurück, und Würzburg wurde wieder dem Königreich Bayern angegliedert. Auch unter dem Habsburger folgte die Stadt Würzburg der Sitte, ihrem Landesherrn als Herzog von Franken jährlich eine Neujahrszahlung von 50 Goldgulden zu leisten und ließ für diesen Zweck entsprechende Goldmünzen mit dem Porträt des Großherzogs prägen. Obwohl der Neujahrsgoldgulden des Großherzogs Ferdinand streng betrachtet weder zu Bayern noch zum Haus Wittelsbach gehört, passt er in die Reihe der Würzburger Neujahrsgoldgulden der bayerischen Herrscher, die oben bei den jeweiligen Münzherren zu finden sind.