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Auction 343  -  03.11.2020 16:00
Small collection of wristwatches and pocket watches from all over the world

Lot 3006
CARTIER TANK PARIS. DAMENARMBANDUHR
Ref. 78008718373
Baujahr: in den 1980er Jahren. Gehäuse: 18 Karat bzw. 750er-Gelbgold; Durchmesser: 20 mm; Gesamtgewicht: 24,8 g; Ziffernblatt: Weiß Römisch; Werk: Handaufzug, Kaliber F4122; Armband: Rotbraunes Kaiman- bzw. Alligatorleder; originale 750er-Gelbgold-Stiftschließe.
Zustand: Sehr gut.
Lieferumfang: mit zusätzlichem Armband in Rot-, Gelb- und Weißgold (750er Gold). Bruttogewicht: 45,53 g. In Originaletui mit Zertifikaten. Erworben im Jahr 1984.

Cartier „Tank', die Mutter aller rechteckigen Armbanduhren

Was haben der Marquis Boni de Castellane, Rudolfo Valentino, Stewart Granger, Jackie Onassis, Alain Delon, Jean-Pierre Melville, Andy Warhol und Yves Montant, Elton John, Jacques Chirac, Yves Saint Laurent und Calvin Klein außer ihrer Prominenz gemeinsam? Ganz einfach! Alle blick(t)en – zumindest gelegentlich – auf eine Armbanduhr gleicher Provenienz. Diese stammt von Cartier, trägt den Namen „Tank“ und feierte 2017 ihren 100. Geburtstag. Geistiger Vater war Louis Cartier. Von den martialisch anmutenden Kampfpanzern, welche unter dem Tarnnamen „Tank“ in die Sommeschlacht des Ersten Weltkrieges zogen, zeigte sich der geniale Designer derart beeindruckt, dass er sie zu friedlichen Zwecken in einer Armbanduhr verewigte. Und damit leistete er nach der 1904 vorgestellten „Santos“ einen weiteren Beitrag zur formalen Emanzipation des noch jungen, damals als Taschenuhrderivat meist rund ausgeführten Zeitmessers fürs Handgelenk. Als Zeichen des Dankes erhielt General John Joseph Pershing 1918, seines Zeichens Oberbefehlshaber der siegreichen amerikanischen Truppen in Frankreich, das erste Exemplar der „Tank L.C.'. Schon kurz nach der Markteinführung beschäftige sich Monsieur Louis mit gestalterischen Varianten der rechteckigen Armbanduhr. 1921 debütierte die „Tank Cintrée” mit geschwungenen Hörnern, 1922 die langgestreckte „Tank Allongée“, die „Tank Chinois” mit markanten Querbalken ober- und unterhalb des Zifferblatts sowie die „Tank L.C.“ mit abgerundeten seitlichen Gehäuseflanken. Begeistert von der „Tank L.C.” zeigte sich übrigens auch der Maharadscha von Kapurthala. Einem der wohlhabendsten Männer Indiens gehörten etwa 250 Cartier-Uhren. Zum Kreis der bedeutenden „Tank“-Fans zählte schließlich auch der Pascha von Marrakesch.

Infolge ihrer langen und vor allem faszinierenden Biographie hat sich diese Armbanduhr einen Ruf wie Donnerhall erworben. Zur Versteigerung steht ein massivgoldenes und deshalb seltenes Damenmodell aus den 1980er Jahren. Ausgestattet mit einem 5 1/2-linigen ovalen Handaufzugswerk.
; ARMBAND UND TASCHENUHREN AUS ALLER WELT; ;
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